FHR Saisonstart am Hockenheimring

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Wenn historische Rennwagen ohne Rücksicht auf Verschleiß über die Rennstrecke heizen und dabei akustisch sowie optisch um die Gunst der Fans buhlen, dann ist die Begeisterung unter allen Oldtimer-Freunden vorprogrammiert. Wir haben uns die Auftaktveranstaltung der FHR Rennserie am Hockenheimring angeschaut. Die Bildergalerie befindet sich am Ende des Artikels.

Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache; Historische Automobile finden in Deutschland einen immer größeren Zulauf. In vielen Garagen lässt sich ein Wagen finden, welcher gehegt und gepflegt werden will. Am Wochenende darf das schmucke Stück dann kurvenreiche Landstraßen attackieren oder in Innenstädten möglichst viele Cappuccino-Nasen drehen.

Was also liegt näher als historische Rennwagen, wie Alfa Romeo GT-AM, Porsche 911 oder BMW 2002 ebenso wiederzubeleben. Am besten man bringt sie gleich dorthin, wo sie einst laufen gelernt haben. Auf die Rennstrecke! Der Dunlop FHR Langstreckencup versucht so, Begeisterten von historischem Motorsport ein Zuhause zu geben. Eines gleich vorweg: Beim Gang durch die Boxengasse ist es nur schwer zu verstehen, dass sich überhaupt noch jemand für modernen Motorsport interessiert. Die historischen Wagen strahlen eine wunderbare Aura aus, die vielen modernen Blechkleidern schlicht fehlt.

So waren wir schon vor dem Start zum großen Preis der Stadt Stuttgart mit dem genauen Erkunden des abwechslungsreichen Teilnehmerfeldes reichlich beschäftigt, bevor überhaupt ein Motor seinem Ärger über das lange stehen akustisch Luft machen konnte. Unsere Highlights waren natürlich der Porsche 907, welcher irgendwo zwischen Asphalt und Unterschenkel hängt, aber auch der wunderschöne Porsche 911 des Teams Goder, im makellosen British Racing Green. Auch die Corvette C2 Stingray des Kremer Racing Teams sah nach viel Gebrüll aus, überraschte aber genau in diesem Punkt mit Zurückhaltung. Leider!

Als die Wagen dann zur Startaufstellung des Dunlop FHR Langstreckencups fahren, liegt der Vergleich mit einem fahrenden Motorsport-Museum nahe. Gegen 15 Uhr, nach größeren Regenschauern und kleineren Hagelschauern, geht es dann mit einer Wolkenlücke los und das Teilnehmerfeld rast die Start/Ziel Grade Richtung erste Kurve entlang.

Schnell fällt dem aufmerksamen Betrachter der flink um den Kurs steuernde Lotus 23B TSRC 10 pilotiert von Felix Haas auf. Unerfahrene würden eher auf eine Badewanne auf Rädern tippen, vergessen dabei aber, den unschlagbaren Gewichtsvorteil einer solchen Konstruktion. Dass Lightweight ein erfolgreiches Konzept ist, beweist Felix Haas auch an diesem Rennsonntag. Nach 3 Stunden FHR Langstreckencup, mit einem ersten Platz, vor wesentlich PS-Stärkeren Boliden.

Insgesamt bietet der Dunlop FHR Langstreckencup für den Zuschauer Motorsport vom Feinsten, mit einem ordentlichen Schuss Patina. Die Fahrzeuge wirken um Platzierungen kämpfend weitaus besser als versteckt in Garagen oder stehend in Museen.
Wir jedenfalls sind dankbar für eine solche Veranstaltung und hoffen bald wieder berichten zu können. An dieser Stelle bleibt daher nur der Tipp, selbst hinzufahren und sich ein Bild der Chromschätze im Rennoverall zu machen.
Die nächsten Termine sind:

17. – 20. Mai Nürburgring

08. – 10. Juni Nürburgring

20. – 22. Juli Spa-Francorchamps

17. – 19. August Zolder

07. – 08. September Assen

05. – 07. Oktober Nürburgring

21. Oktober Nürburgring

Die Rennserie unterteilt sich in zwei Wettbewerbe: Den Dunlop FHR Langstreckencup und die FHR Historische Tourenwagen und GT-Trophy (HTGT). Baujahre von 1947 bis 1971 bzw. 1975 werden bewegt. Die Rennen des FHR Langstreckencups dauern zwischen zwei und vier Stunden, die der HTGT 60 Minuen.

Infos: FHR Online

Impressionen zum FHR Saisonauftakt
Dunlop FHR Langstreckencup – Start zum 3h-Rennen

 

Bildergalerie:

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